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Die Baureihe 470/870
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Unser
Verein hat in enger Absprache mit der S-Bahn Hamburg GmbH zwei
Züge der Baureihe 470/870 erhalten. Beim 470 128 gelang bis April
2005 die Wiederinbetriebnahme des Zuges für Sonderfahrten –
zunächst bis zu seinem Fristablauf nach EBO im Juni 2006. Ein
langfristiger Einsatz eines Zuges dieser Baureihe wäre unter
anderem auch im gastronomischen Betrieb denkbar, wo eine robustere
Innenausstattung als die aufwendig rekonstruierte Innenausstattung
des 471/871 aus Furnierhölzern notwendig ist.
Nach
seiner Abstellung im Juni 2006 wurde an der Realisierung einer erneuten
Hauptuntersuchung gearbeitet, welche ohne eine aufwendige Beschaffung
von Ersatzteilen nicht möglich war.
Im Sommer 2009 gelang
es, alle Vorausetzungen für eine Hauptuntersuchung des Zuges
erfolgreich abzuschließen. Der 470 128 wird im Zuge der
Hauptuntersuchung wieder an die S-Bahn Hamburg GmbH übereignet,
die das Fahrzeug in ihrem Fahrzeugpark einstellt. Anfang September 2009
begann die Hauptuntersuchung des Fahrzeuges, welche bis August 2010
abgeschlossen sein soll. Die Finanzierung der Hauptuntersuchung
übernimmt im Rahmen eines Rahmenvertrages mit der S-Bahn Hamburg
der Verein Historische S-Bahn Hamburg e.V., in der Umsetzung
mit freundlicher Unterstützung durch die S-Bahn Hamburg.
Geschichte der Baureihe 470/870 bei der Hamburger S-Bahn
Der
ET/EM 170 ist eine Weiterentwicklung des ET/EM 171 und unterscheidet
sich vom ET/EM 171 unter anderem durch seine elegant
abgerundete Kopfform, gebogene Führerstandsscheiben sowie doppelte
Signalleuchten. 1959 wurden 16 Triebzüge (101-116) dieser Baureihe
von den Firmen MAN und Orenstein&Koppel in Berlin bevorzugt für
den Einsatz zwischen Altona und Bergedorf beschafft.
Positiv wirkt sich
die Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h (ET 171: 80 km/h), die
größere Anfahrbeschleunigung und das durch die
Stahlleichtbauweise um 19 Tonnen reduzierte Gewicht aus. Drehgestelle
der Bauart München-Kassel verleihen den Wagen erheblich
verbesserte Laufeigenschaften. Der Fahrgastraum ist durch
Leuchtstoffröhren wesentlich heller beleuchtet als der Innenraum
des ET 171 mit Glühlampenlicht. Dieser Unterschied führte zur
Demontage aller Lampenkuppeln beim ET 171 und zum Einsatz von
Glühlampen mit größerer Lichtleistung.
Von
Januar bis Mai 1967 erfolgte die Lieferung von weiteren acht
Triebzügen (117-124) mit im Vergleich zur ersten Bauserie
erheblich gedämpften Anfahr- und Bremsgeräuschen –
gebaut von
der Firma Rathgeber. Schon vor Abschluss dieser Lieferung gab es
nach Gründung des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) durch
den verdichteten Taktverkehr von Elbgaustraße nach Bergedorf und
der schrittweisen Verlängerung des Gleichstrombetriebes bis
Pinneberg einen Fahrzeugmangel, welchem durch eine weitere Bestellung
abgeholfen werden musste. Rechtzeitig
zur Eröffnung der
Gleichstrom-S-Bahn bis Aumühle im Juni 1969 wurden von den Firmen
Rathgeber und MAN ab November 1968 bis Januar 1970 die letzten 21
Fahrzeuge (125-145) der seit 1968 als Baureihe 470/870 bezeichneten
Triebzuggeneration geliefert. Nach Einführung der neuen
ozeanblau-beigen Farbgebung bei der Hamburger S-Bahn erhielten
ab 1980 schrittweise die Mehrzahl der Fahrzeuge diesen Anstrich.

Seit
1997 wurden die Triebzüge der Baureihe 470/870 Zug für Zug
ausgemustert, der letzte Einsatztag war der 17. Dezember 2002.
Weitere von uns erhaltene Fahrzeuge der Reihe 470/870
Mit dem Zug 129 ist neben dem 128 ein weiterer 470/870 museal erhalten, welcher – abgesehen von der 1984 erfolgten Umlackierung des Zuges – vollständig
im Originalzustand von 1968 erhalten geblieben ist. Dieser Zug ist
hinterstellt und soll zu einem späteren Zeitpunkt museal
hergerichtet werden.
Im Werk Ohlsdorf ist noch der Triebwagen 470 437 erhalten, welcher als Lagerraum und ggf. Ersatzteilspender dient. |
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